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Wie alles dann endete…

Von Björn Lahmann

Tja, der Wasserschaden sollte leider nicht der letzte sein. Das war nun mal so. Und nicht nur das. Die Umbauten verzögerten sich ebenso ständig. Allem Hörensagen nach ist das leider normal. Es gab viele Tage im Baustellenchaos, wo die Vorfreude wich und die Nerven dünner wurden. Immer war was. Immer klappte was nicht.

So wieder eines Morgens. Wieder Wasser hinter der Bar. Die Handwerker rissen gleich den frisch erst verlegten Holzboden auf. Doch nichts war zu finden. So schossen die Theorien ins Kraut und jeder wusste es besser – Kaffeemaschine, Spülmaschine, die neuen Waschbecken, Bierleitung, etc. Alle Schrauben wurden nachgezogen. Es blieb trocken. Na wunderbar! Also: Weiter ging’s!

Der Stress wurde auf jeden Fall täglich größer und mit jedem Tag wurde auch der Ton unter den Gewerken rauer und schärfer. Doch dann kam dieser schöne Moment! Mitte August. Ein Samstag. Endlich war ein erster Raum fertig. Unser Tasting Room, den wir nun, jedenfalls zum Teil, einrichten konnten. Ein Lächeln huschte über die Gesichter. Los, kommt! Jeder macht schnell noch seinen Kram fertig und dann alle runter! Endlich mal was genießen können. Zu sehen, wie man es sich schon die ganze Zeit vorgestellt hatte! Man baut seine Sachen in aller Ruhe auf und dekoriert alles. Bierchen und Chips dabei. Und natürlich einen Whisky…

Na ja, unseren Kram vorweg hatten wir schnell erledigt und dann kam plötzlich – just in dem Moment als wir bestens gelaunt zum Tasting Room gehen wollten – der laute Ruf von unten: „Björn! Wasser! Komm mal schnell runter!“ Einfach so. Aus dem Nichts. Mittags um 12 fing es an, dass sich unter dem Tresen wieder Pfützen bildeten. Und sie wurden immer größer. Und rochen vor allem auch noch alles andere als angenehm. Sofort war klar, dass Wasser abstellen dieses Mal nicht reicht. Es kam aus der anderen Richtung. Die pure Kloake. Na, wie auch immer. Zum ersten Mal war die Baustelle sicher zu über 150 Prozent Corona-konform. Wirklich jeder hatte ab jetzt seine Maske auf…

Die Verkleidung der Theke wurde wieder herausgerissen und statt unseren fertigen Raum einzurichten, fingen wir an Scheiße zu schippen. Der Abfluss im Boden war verstopft und alles drückte und quoll nach oben. Unsere Putz- und Lappenvorräte für die nächsten Monate waren schneller aufgebraucht als man gucken konnte.

Wir lebten wie in einem Alptraum. Nix klappte. Alles verzögerte sich. Und alles ging irgendwie doch wieder kaputt. Als an diesem Samstag alles nach einiger Zeit wieder sauber war, haben wir den Tag und die Schicht drangegeben und sind Bier trinken gegangen. Das tat gut. Ich habe noch gesagt, dass es mir reicht, ich eine Pause brauche, und sicher erst Montag wieder komme, wenn die Leitungen kontrolliert sind. Aber natürlich war ich am nächsten Morgen wieder da. Und Susanna war da, Verena kam, Sebastian kam.

Nee! Aufgeben wollte keiner.

So gingen auch diese Tage vorüber. Der Grund war gefunden. Etwa 10 Tage später wollten wir mal wieder aufsperren. Wir hatten nachts bis 5 und morgens ab 9 Uhr die Whiskyregale eingeräumt. Man, sah das toll aus! Überall befanden wir uns im Feintuning. Alle waren ohne Ende fleißig! Putzen. Anbringen. Aufbauen. Und, und, und. Und jeder freut sich, dass es nun endlich losging. Bis das Licht plötzlich ausfiel. Die Handwerker hatten die Fußbodenheizung angebohrt. Das bedeutete die nächste Verzögerung, die wieder Tage dauerte…

Nein, ich werde jetzt nicht weitermachen damit. Es reicht! Ich mag nicht mehr. Denn viel wichtiger ist: Wir haben‘s geschafft. Endlich! Letzte Woche. Erstes „Soft Opening“. Und die ersten Gäste kommen bereits regelmäßig zu uns. Man kann’s kaum glauben. Wir haben offen! Es ist geschafft. Mir fehlen fast die Worte…

Aber ich werde berichten! Jetzt natürlich erst recht.

Euer Björn plus Mega-Team

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